GENERATION Y auf Stellensuche

Angeblich ist die Generation Y im Arbeitsmarkt gefragt. Wir, die zwischen 1977 und 1998 Geborenen sind die vermeintlichen Gewinner in diesem Markt. Tatsächlich?

Die ersten Erfahrungen im Rahmen meiner aktuellen Stellensuche lassen mich dieses Bild noch nicht bestätigen.

Ich habe mich auf die Stellenausschreibung eines international führenden Unternehmens beworben und wurde von der (externen) Personal-vermittlung zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach dem Gespräch wurde mir bestätigt: ich verfüge ich über die notwendigen Qualifikationen. Auch mein selbstbewusstes Auftreten und meine hohe Leistungsbereitschaft vermochten zu überzeugen.

Trotzdem erhielt ich am Folgetag eine Absage (via Combox-Mitteilung). Ich wollte genau wissen warum ich schon nach dem ersten Gespräch eine Absage erhielt und die Begründung, welche ich erhalten habe, ärgert mich.

Ich bin zu jung! Meine fünfzig Mitstreiter (Männer) sind alle einige Jahre älter als ich. Da das Unternehmen keinen Fehler in dieser Stellenbesetzung machen will zählen die Jahre denn ALTER = ERFAHRUNG!                       Die Breitschaft eine junge, qualifizierte und leidenschaftliche Frau anzu-hören und ihr die Chance zu geben sich zu präsentieren ist nicht gegeben. Fairerweise muss ich auch berichten, dass die Personalvermittlung doch noch etwas für mich tut. Sie wird zum Bewerbungstermin der “Erstwahl-kandidaten” meinen CV mitbringen und mich in Papierform präsentieren als “Out-of-the-box-Kandidatin”. Es besteht für mich somit noch immer eine Chance denn vielleicht vermag ja kein Kandidat aus der ersten Runde zu überzeugen. Ich habe meinen Lebenslauf noch einmal überarbeitet und jetzt alles in meiner Macht stehende getan, um zumindest als „Out-of-the-Box-Kandidatin“ zu glänzen.


Ich schätze ältere, erfahrene Mitarbeiter durchaus aber diese starre Be-trachtungsweise ALTER = ERFAHRUNG ist ein Trugschluss. Es ist eine individuelle Entscheidung und Entwicklung mit dem Alter auch tatsächlich weiser zu werden. Es gibt auch Personen die einfach “nur” älter werden! Es stellt sich mir auch die Frage nach dem Inhalt der geforderten Fähigkeiten. Was vor einigen Jahren gut und richtig war muss heute nicht mehr zwingend seine Gültigkeit besitzen.

Mit “feu sacré” und Qualifikation kam ich nicht weiter aber ich bin um eine Erfahrung reicher.

PS: Die Frauenquote liegt beim entsprechenden Unternehmen bei 0.9% und dies bei über 1000 Mitarbeitenden … Frauen ins Management ist wohl an dieser Stelle auch noch kein Thema.


Gerne können wir uns darüber unterhalten – am Business&Networkday

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