Wir sind keine Seiltänzer!

Ein hoch auf die Unruhe

Immer wieder muss ich mir sagen lassen, dass ich gelassener und geduldiger sein soll. Gerade jetzt, in der Ferienzeit, geben mir meine Mitmenschen gutgemeinte Ratschläge, wie ich mich erholen kann. Sie passen aber nicht so recht zu mir und helfen mir auch nicht wirklich weiter. Ich bin tatsächlich gerne etwas unruhig und fühle mich wohl dabei. Das scheinen viele meiner Mitmenschen nicht verstehen zu können.

Im Magazin Flow (Nr. 19 /2016) habe ich einen Artikel gefunden, der mir Antworten liefert und der mir so richtig gut tut. Er trägt den Titel “ Ein Hoch auf die Unruhe“. Otje van der Lelij schreibt: wir sind keine Seiltänzer, die permanent das Leben in Balance leben müssen oder wollen. Im Text werden Anschauungsbeispiele erläutert, warum das so ist.

Persönlich mag ich Unruhe und Aufregung lieber aus Faulenzen. Bei Letzterem wird es mir schnell langweilig. Sicherlich erhole ich mich auch gerne denn dabei tanke ich Energie für nächste Abenteuer aber ich träume nicht von einem Leben in der Hängematte dafür ich bin einfach zu neugierig auf das Leben.

Durch den Artikel habe ich auch gelernt, dass es verschiedenen Typen von Neugierde gibt, je nach persönlicher Ausprägung. Es gibt Menschen, die sich ständig und immer wieder neue schwierige Aufgaben suchen. Diese Art von Neugierde nennt man „Stretching“, da man sich dabei immer nach Situationen umsieht, an denen man wachsen kann. Zu diesen Menschen zähle ich mich dazu. Ich bin also keine Exotin. Es gibt Mitmenschen, die so funktionieren wie ich.

Menschen unterscheiden sich darin, wieviel Sicherheit beziehungsweise Abwechslung sie benötigen. Aber eines ist sicher: Neugier bereichert das Leben und ich lasse mich künftig von den „Stretching-Typen“ beraten.

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