Bald Mami

vor etwa eineinhalb Jahren habe ich realisiert, dass ich die Kinderfrage auf Grund meines Alters nicht länger nach hinten verschieben kann. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich nicht mit den Themen Schwangerschaft, Baby, Kinder, Familie auseinandergesetzt. Ich war zufrieden mit meinen Ausbildungen, in meinem Beruf, widmete meine Zeit dem Netzwerken, trieb viel Sport und konnte ausreichend und viel Zeit mit meinem Mann verbringen. Ich genoss diese Freiheit sehr.

Mein Mann hatte den Kinderwunsch bereits seit längerer Zeit aber ich habe seinen Wunsch einfach ausgeklammert obwohl ich mir sehr gut vorstellen konnte mit ihm eine Familie zu gründen. Ich konnte meine beruflichen Ambitionen einfach nicht zurückstecken. Irgendwann kam dann der Zeitpunkt als ich realisierte, dass ich älter werde und meine biologische Uhr tickt. Bei Frauen ab 35 Jahren macht der Frauenarzt in der Liste möglicher Risiken ein Kreuzchen. Ich gehörte also schon in die Kategorie „Risikoschwangere“. Diese Diskussionen um die Gesundheitsrisiken für das Kind halfen mir dabei eine rasche Entscheidung zu fällen und es zu wagen eine Familie zu gründen – nach dem Motto: „jetzt oder nie“.

Mein Umfeld machte mir überhaupt keinen Druck. Ich wurde nie danach gefragt, ob ich eine Familie gründen wolle. Meine Mitmenschen sahen in mir wohl eher die Karrierefrau als die Mutter.

Als ich dann unverhofft schnell schwanger wurde machte ich mir als erstes Sorgen, ob sich meine Schwangerschaft mit meinem Beruf vereinbaren lassen und wie mein berufliches Umfeld auf mich reagieren würde. Ich wollte meine Schwangerschaft eigentlich verstecken um Komplikationen am Arbeitsort zu vermeiden. Das war aber erstens unmöglich, da ich sehr früh einen sichtbaren Bauch hatte und zweitens völlig unnötig, da überhaupt niemand negativ reagiert hat. Im Gegenteil – ich wurde von meinem Arbeitgeber mehr als positiv überrascht.

Danach machte ich mir Sorgen über den Schwangerschaftsverlauf für mein Kind und mich. Bei den ersten Untersuchungen war ich immer heilfroh, dass alles gut war und ich dem Kind als Risikoschwangere keinen Schaden zufüge. Auch plagten mich Gedanken über Einschränkungen welche auf mich zukommen würden. Auch diese Sorgen hätte ich mir ersparen können. Meine körperliche Gesundheit, meine gesunde Ernährung und meine regelmässige Bewegung halfen mir bis heute – im neunten Monat – eine schöne und problemfreie Schwangerschaft zu erleben.

Und heute? Meine Sorgen gelten jetzt nur noch der bevorstehenden Geburt und alles andere wird sich einspielen. Ich warte vorfreudig darauf in ein paar Wochen als Familie durchs Leben zu gehen. Es ist für mich der richtige Moment Mami zu werden denn ich habe bisher nichts verpasst und habe einen wunderbaren Mann, der sich als Vater stark engagieren wird.

Wir planen einen Familienalltag, in dem der Papi seine Berufstätigkeit reduziert, während die Mami weiter Vollzeit arbeiten wird. Wie es tatsächlich sein wird? Wir werden sehen ….

 

Schreibe einen Kommentar

Angaben mit * sind erforderlich

Keine Reaktionen

Hier sind noch keine Reaktionen. Schreibe die Erste!